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Posts Tagged ‘Systemwechsel’

Ich hab’s getan.

August 22, 2016 1 Kommentar

Vor einem guten Viertel Jahr hatte ich in einem meiner letzten Beiträge schon überlegt, ob ich nicht meine Nikon-Ausrüstung verkaufen sollte. Doch bislang hat mich die Tatsache, dass ich ab und zu auch mal Sport/Action fotografieren möchte, davon abgehalten, speziell die Kombi Nikon D7000 / Sigma 70-200 zu verkaufen.

Letzten Endes musste ich mir aber trotzdem eingestehen, dass ich mittlerweile meine spiegellosen Fujis so sehr zu schätzen gelernt habe, dass die Nikon DSLR samt der guten Objektive wirklich zu selten zum Einsatz kommen – vor allem wegen dem Gewicht, aber auch, weil das Fotografieren mit den Fujis meiner Art der Fotografie deutlich besser „unterstützt“.

Und so werden mich heute noch die Nikon D7000, das Sigma 17-70, das Sigma 70-200/2.8 OS, sowie Nikon AF-S 35/1.8 und Nikon AF-S 50/1.8  verlassen – und den Erlös kann ich dann natürlich wieder in ein, zwei oder drei Fuji-Objektive investieren 🙂

Und dann werde ich (wohl oder übel) auch mal die Sport-/Actiontauglichkeit der Fuji X-T10 antesten – vermutlich erst einmal mit dem Fuji XF 55-200…

Spiegellos mit Altglas oder: warum die DSLR gerade ein Schattendasein führt…

April 2, 2016 2 Kommentare

Nach längerer Blog-Abstinenz wird es mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag.

Vor ein paar Wochen habe ich mir in einem Anflug von „ich brauche mal wieder ein neues Spielzeug“ eine Fuji X-M1 gegönnt, auch, um einfach mal zu sehen, inwieweit so eine spiegellose Systemkamera (dazu noch ohne Sucher) taugt, um meine fotografischen Gewohnheiten von den analogen Mittelformatkameras (mit Lichtschacht) auf die digitale Welt zu übertragen.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich von den Live-View Implementierungen meiner bisherigen und aktuellen Nikons (D90, D5200, D7000) alles andere als überzeugt war. Ebenso helfen mir die hunderttausend Einstellmöglichkeiten (speziell AF) nicht unbedingt, bessere Fotos zu machen. Da bin ich halt doch auch durch meine analogen Kameras eher der Minimalist 🙂 . Außerdem bin ich es auch leid, neben einer analogen Mittelformatausrüstung auch noch eine DSLR mit mindestens 2-3 Objektiven mit mir herumzuschleppen (Volumen+Gewicht).

Also hatte ich ein bisschen recherchiert, welche Systemkameras denn für mich in Frage kommen könnten und welche Anforderungen auf alle Fälle abgedeckt werden sollten.

  • Preis für die Kamera ohne Objektiv unter 200 Euro – ob gebraucht oder neu, war erst einmal sekundär
  • „gutes“ Klappdisplay
  • Blitzschuh
  • Focus-Peaking bei manueller Fokussierung

Auf ein Kit-Objektiv wollte ich verzichten und stattdessen via Adapter alte manuelle  (und bereits vorhandene) Objektive nutzen – vornehmlich M42 (Helios 44M 58/2), aber auch meine vorhandenen Nikon AI-Objektive (Nikkor Ai 85/2, Vivitar 24/2.8).

So standen dann Samsung NX300, Sony NEX 6, Olympus E-PL5 oder eben die besagte Fuji X-M1 zur Auswahl…

Neben der Kamera standen dann noch zwei günstige Objektivadapter auf der Einkaufsliste, einer für M42 und einer für Nikon AI, außerdem noch ein Pentacon 30mm/3.5, ein Auto Reflecta 55mm/1.7 und ein Pentax Takumar 135mm/3.5 (alle für M42).

Soviel zur Hardware, der viel interessantere Teil ist, wie sich die Kamera denn tatsächlich im praktischen Gebrauch schlägt – über die erzielbare Bildqualität muss ich wohl nichts sagen, da gibt es mehr als genügend Reviews, die den Fuji Systemkameras beste Bildqualität bescheinigen.

Nun, mit meinen analogen Mittelformatkameras (nahezu allesamt mit Lichtschacht) habe ich die etwas tieferen Perspektiven sehr zu schätzen gelernt, was für mich auch der Grund war, alle Kameras ohne Klappdisplay komplett zu ignorieren. Mit der X-M kann ich wirklich ähnlich wie mit einer Lichtschachtkamera arbeiten: Display in die Horizontale klappen, Kamera etwa auf Hüfthöhe, Blick von oben aufs Display und dann manuell fokussieren – klappt mit aktiviertem Focus Peaking wirklich ganz gut, vor allem, wenn man das manuelle Fokussieren eh schon gewohnt ist.

Gegenüber meinen Mittelformatkameras ergeben sich sogar noch ein paar wirklich handfeste Vorteile: Das Bild ist nicht spiegelverkehrt und es steht eine sehr gut funktionierende Belichtungsmessung zur Verfügung, so dass man guten Gewissens die Zeitautomatik (auch in Verbindung mit der ISO-Automatik) nutzen kann und lediglich noch Blende und ggf. Belichtungskorrektur einstellt.

Bedingt durch die Arbeitsblendenmessung ergibt sich auf dem Display dementsprechend eine sehr gute Vorschau auf das, was letztendlich als Bild herauskommen wird – sowohl, was Schärfeebene, Tiefenschärfe, als auch Belichtung angeht.

Die Kamera wird für mich dadurch zu einem Werkzeug, das mich bei meiner fotografischen Arbeit wirklich unterstützt und mir dadurch erlaubt, mich voll und ganz auf mein Motiv zu konzentrieren. Ich würde sogar behaupten, dass der Verzicht auf Autofokus-Objektive bei mir dafür sorgt, dass ich sorgfältiger und bewusster fotografiere – ähnlich wie mit meinen Mittelformatkameras eben.

Ich bin mir auch vollkommen bewusst darüber, dass diese Art der Fotografie nicht für alle fotografischen Sujets geeignet ist – für alles, wo schnelle Bewegungen im Spiel sind, würde ich nach wie vor klar eine DSLR mit entsprechend schnelle(re)m Autofokus favorisieren. Aber für MEINE Art der Fotografie – People, Portrait, statische Motive – bin ich kurz davor, meine D7000 samt einiger Objektive zu verkaufen… (schließlich liegt da ja auch noch meine alte, heiss geliebte Fuji S3 und einige Objektive, die ob ihres Zustandes „unverkäuflich“ sind…)

Update 2016-04-16:

… ach ja – hier gibt es auch mal noch ein paar Bilder von einer Lost-Place-Tour mit der Fuji X-M1

 

 

Die Quadratur des Kreises

Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon über meinen derzeit laufenden Systemwechsel geschrieben. Ein Teil meiner Pentax-Ausrüstung ist mittlerweile verkauft, aber bislang habe ich leider noch keinen adäquaten Ersatz.

OK, ich möchte ja künftig etwas weniger ausrüstungsfixiert fotografieren, aber dazu fehlt mir einfach noch ein Objektiv

  • mit einer Brennweite irgendwo zwischen 70 und 105mm
  • einer wirklich nutzbaren Blende 2.8 (hinreichende Schärfe im Zentrum und vor allem Freistellungspotenzial)
  • schönem Bokeh
  • zu einem sehr günstigen Preis, möglichst weit unter 200 Euro
  • Autofokus wäre zwar schön, ist aber kein Muss

Jaja, ich weiß, daß dies vor allem in Anbetracht meines doch eher bescheiden veranschlagten Budgets wie die Quadratur des Kreises erscheint, aber ich bin ja auch durchaus bereit, Kompromisse einzugehen. Gehen wir doch einfach mal die ganzen, halbwegs realistischen Alternativen durch:

  • AF(-D) Nikkor 85/1.8 : aus technischer Sicht mein Wunschkandidat, allerdings nur mit ganz viel Glück für etwa 200 Euro zu bekommen, meist eher für 230-300 Euro
  • Nikon AI/AI-S 85/2: hat einen sehr guten Ruf, ist aber preislich auch nicht so weit unter dem AF 85/1.8 angesiedelt. Wenn schon manuell, dann sollte es doch wenigstens unter 150 Euro liegen
  • Nikon Series E 100mm/F2.8: Soll wohl auch sehr gut und auch bei Offenblende scharf sein, preislich sehr interessant (80-130 Euro), nur halt von der Brennweite für mich schon ziemlich an der Obergrenze
  • Nikon AF(-D) 35-70mm/2.8: Portrait-Allrounder, der angeblich auch schon für deutlich unter 200 Euro gehandelt wird (ich habe es bisher nur für über 200 Euro gesehen). Es gibt bei älteren Exemplaren wohl hin und wieder Probleme mit trüben Linsen. Wenn ich ein „klares“ für unter 180 Euro bekommen würde, würde ich wahrscheinlich zuschlagen  
  • Sigma AF 90mm/F2.8 Macro: Älteres Makro mit gutem Ruf, technisch eigentlich auch ideal, nur leider sehr schwer zu finden (ein Exemplar ist mir in der Bucht vor der Nase weggeschnappt worden)
  • Tamron SP AF 90mm/F2.5: Wie das Sigma, wird tendenziell aber noch etwas höher gehandelt
  • Tamron SP AF 90mm/F2.8: technisch wär’s auf alle Fälle ein Kandidat, ist aber leider kaum unter 220 Euro zu bekommen
  • Tokina AT-X 100mm/F2.8 (älteres Modell, 1:2 Makro): von der Brennweite her an der Obergrenze, ansonsten wär’s perfekt, wenn’s nicht so selten und teilweise überteuert wäre.
  • Sigma AF-D 28-70mm/F2.8: Es gibt anscheinend gute (scharf bei Offenblende) Exemplare, ist aber anscheinend ne ziemliche Glückssache, so eins zu finden. Kurzum: nur dann interessant, wenn ich ein nachweislich „gutes“ Exemplar zu einem Preis unter 130 Euro finde
  • Sigma EX 28-70mm/F2.8: Hier gilt wohl das gleiche wie beim AF-D 28-70: Es gibt gute und weniger gute – d.h. Glückssache. Preis max. etwa 150 Euro
  • Tokina AT-X 28-70mm/F2.8: Das ältere mit der Angenieux-Rechnung (F2.6-2.8)  ist wohl „legendär“, aber auch überteuert. Die neuere Version scheint mit den Sigmas vergleichbar zu sein, mehr als 150 Euro würde ich aber auch für ein „gutes“ Exemplar nicht ausgeben
  • Tamron SP AF 28-75mm/F2.8: Knapp über meinem Budget, aber ansonsten mit nem sehr guten Ruf. Sollte ich ein gutes Exemplar unter 200 Euro finden, wär’s jedenfalls in der engeren Auswahl.

Kurzum, ich werde jetzt erst einmal meine Augen nach den o.g. Objektiven offenhalten und den Markt beobachten. Sollte ich dabei tatsächlich über ein wirkliches Schnäppchen stolpern, schlage ich zu, ansonsten werde ich halt noch bisschen sparen und mir irgendwann ein AF-D 85/1.8 holen.

2011-05-24: And the Winner is: Sigma AF 90mm/2.8 Macro, über’s DSLR-Forum. Bin mal gespannt, ob’s für meine Zwecke (hauptsächlich Portrait) taugt…

Ratzfatz.

Zuletzt war ich ja ziemlich hin- und hergerissen zwischen meinen beiden derzeitigen Kamerasystemen. Schließlich habe ich mich nun doch dazu entschlossen, zumindest im People- und Portraitbereich nicht mehr zweigleisig zu fahren und dort komplett auf Fuji/Nikon umzusteigen.

Dementsprechend habe ich dann auch begonnen, ein paar meiner Objektive für Pentax über’s DSLR-Forum zu verkaufen:

  • War das 85er Samyang noch eine halbwegs leichte Entscheidung, da ich beim manuellen Fokussieren mit dem Ding doch auch öfters danebenlag, so habe ich mich beim nächsten Kandidaten, dem 105er Sigma Makro samt Makroblitz doch etwas schwerer getan.
  • Und heute morgen habe ich dann auch schon einen der schwersten Schritte getan und mein wirklich heißgeliebtes SMC-F 50/1,7 feilgeboten.
  • In den nächsten Tagen sind dann wahrscheinlich noch das Sigma APO 70-300mm, das Pentax F35-80, das Exakta 24mm/2,8, das AutoRevuenon 135/2,8 und das DAL 18-55mm „fällig“

Jedenfalls werde ich die K10d zusammen mit dem FA28-70/4 und dem Sigma 55-200mm vorerst noch behalten – vor allem für Touren in den Zoo oder wenn ich nur „relativ kleines Gepäck“ mitnehmen möchte.

Gleichzeitig werde ich natürlich auch Ausschau nach etwas Fuji/Nikon-Equipment halten – ich habe ja Zeit und immernoch zwei Kameras, mit denen ich momentan arbeiten kann (auch wenn mir noch die Wunschobjektive fehlen):

  • eine Fuji S3 Pro als Hauptkamera, eine S5 Pro wäre zwar neuer und moderner, aber auch teurer.
  • eine längere Portrait-Brennweite, entweder das AF(-D) Nikkor 85mm/1.8 oder ein Tamron SP 90mm/2.8 oder ein Sigma AF 90mm/2.8 Macro
  • eine kürzere Festbrennweite, entweder ein AF Nikkor 28mm/2.8 oder ein AF Nikkor 35mm/2.0

Ob ich die S2 Pro noch behalten werde, wenn ich dann irgendwann eine S3 Pro habe, weiß ich noch nicht – zumal ich für die „Oma“ sowieso kaum noch etwas bekommen würde (und zum Verramschen/Verschenken ist sie zu schade!).

Hin- und hergerissen

April 20, 2011 1 Kommentar

Vor einiger Zeit hatte ich mir ja eher so zum Spaß zusätzlich zu meiner Pentax-Ausrüstung eine 9 Jahre alte Fuji S2 Pro, sowie ein dazu passendes AF Nikkor 50mm f/1,8 geholt (außerdem lagen sowieso noch von meinem Kurzausflug ins Nikon-Lager mit der D70s ein Nikon 28-80er und ein Sigma 70-210er Objektiv hier herum). Irgendwie war das keine so gute Idee, denn nun bin ich mittlerweile ziemlich hin- und hergerissen zwischen den beiden unterschiedlichen Systemen.

Nicht, daß jetzt irgendjemand auf den Gedanken käme, ich wäre unzufrieden mit meiner Pentax-Ausrüstung. Es ist ein tolles System, mit dem ich sehr gut klar komme, das ganz klar seine Vorteile (z.B. Gehäuse-Stabilisator), aber auch ein paar Nachteile (teure Portrait-Brennweiten) hat. Und jetzt „verliebe“ ich mich in eine Kamera, die technisch _eigentlich_ nicht mit der Pentax K10d mithalten kann – nur 5 AF-Felder, AF noch langsamer als bei Pentax, lahmes Abspeichern, geringere Auflösung, eigentümliche Stromversorgung, Mini-Display, …

Aber die S2 Pro hat trotz ihrer „Schwächen“ halt Charakter und ist dennoch nach wie vor in der Lage eine Bildqualität zu liefern, die sich wahrlich nicht vor der vermeintlich besseren und moderneren Pentax K10d verstecken braucht.

Das führt aber in meinem Fall unweigerlich dazu, daß ich mir quasi eine Mischung aus den beiden Kameras wünschen würde – mittelfristig möchte ich jedenfalls nicht zweigleisig fahren, sondern mit einem System fotografieren. Die Entscheidung, welches System ich behalten und ggf. ausbauen möchte fällt mir allerdings nicht gerade leicht, zumal die Kopf-Entscheidung eher in Richtung Pentax, die Bauch- oder Herz-Entscheidung eher in Richtung Fuji/Nikon ausfallen würde. Beide Entscheidungen würden auf alle Fälle dazu führen, daß ich mittelfristig meinen Kamera- und Objektivpark umbauen würde (natürlich mit möglichst geringem finanziellem Aufwand!).

Update 2011-04-21:

Mittlerweile konnte ich mich dazu überwinden, mit dem Verkauf meiner Pentax-Ausrüstung zu beginnen – den Anfang mache ich mit dem 85er Samyang (siehe hier: http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=868915)

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