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Posts Tagged ‘Nikon’

Ich hab’s getan.

August 22, 2016 1 Kommentar

Vor einem guten Viertel Jahr hatte ich in einem meiner letzten Beiträge schon überlegt, ob ich nicht meine Nikon-Ausrüstung verkaufen sollte. Doch bislang hat mich die Tatsache, dass ich ab und zu auch mal Sport/Action fotografieren möchte, davon abgehalten, speziell die Kombi Nikon D7000 / Sigma 70-200 zu verkaufen.

Letzten Endes musste ich mir aber trotzdem eingestehen, dass ich mittlerweile meine spiegellosen Fujis so sehr zu schätzen gelernt habe, dass die Nikon DSLR samt der guten Objektive wirklich zu selten zum Einsatz kommen – vor allem wegen dem Gewicht, aber auch, weil das Fotografieren mit den Fujis meiner Art der Fotografie deutlich besser „unterstützt“.

Und so werden mich heute noch die Nikon D7000, das Sigma 17-70, das Sigma 70-200/2.8 OS, sowie Nikon AF-S 35/1.8 und Nikon AF-S 50/1.8  verlassen – und den Erlös kann ich dann natürlich wieder in ein, zwei oder drei Fuji-Objektive investieren 🙂

Und dann werde ich (wohl oder übel) auch mal die Sport-/Actiontauglichkeit der Fuji X-T10 antesten – vermutlich erst einmal mit dem Fuji XF 55-200…

Spiegellos mit Altglas oder: warum die DSLR gerade ein Schattendasein führt…

April 2, 2016 2 Kommentare

Nach längerer Blog-Abstinenz wird es mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag.

Vor ein paar Wochen habe ich mir in einem Anflug von „ich brauche mal wieder ein neues Spielzeug“ eine Fuji X-M1 gegönnt, auch, um einfach mal zu sehen, inwieweit so eine spiegellose Systemkamera (dazu noch ohne Sucher) taugt, um meine fotografischen Gewohnheiten von den analogen Mittelformatkameras (mit Lichtschacht) auf die digitale Welt zu übertragen.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich von den Live-View Implementierungen meiner bisherigen und aktuellen Nikons (D90, D5200, D7000) alles andere als überzeugt war. Ebenso helfen mir die hunderttausend Einstellmöglichkeiten (speziell AF) nicht unbedingt, bessere Fotos zu machen. Da bin ich halt doch auch durch meine analogen Kameras eher der Minimalist 🙂 . Außerdem bin ich es auch leid, neben einer analogen Mittelformatausrüstung auch noch eine DSLR mit mindestens 2-3 Objektiven mit mir herumzuschleppen (Volumen+Gewicht).

Also hatte ich ein bisschen recherchiert, welche Systemkameras denn für mich in Frage kommen könnten und welche Anforderungen auf alle Fälle abgedeckt werden sollten.

  • Preis für die Kamera ohne Objektiv unter 200 Euro – ob gebraucht oder neu, war erst einmal sekundär
  • „gutes“ Klappdisplay
  • Blitzschuh
  • Focus-Peaking bei manueller Fokussierung

Auf ein Kit-Objektiv wollte ich verzichten und stattdessen via Adapter alte manuelle  (und bereits vorhandene) Objektive nutzen – vornehmlich M42 (Helios 44M 58/2), aber auch meine vorhandenen Nikon AI-Objektive (Nikkor Ai 85/2, Vivitar 24/2.8).

So standen dann Samsung NX300, Sony NEX 6, Olympus E-PL5 oder eben die besagte Fuji X-M1 zur Auswahl…

Neben der Kamera standen dann noch zwei günstige Objektivadapter auf der Einkaufsliste, einer für M42 und einer für Nikon AI, außerdem noch ein Pentacon 30mm/3.5, ein Auto Reflecta 55mm/1.7 und ein Pentax Takumar 135mm/3.5 (alle für M42).

Soviel zur Hardware, der viel interessantere Teil ist, wie sich die Kamera denn tatsächlich im praktischen Gebrauch schlägt – über die erzielbare Bildqualität muss ich wohl nichts sagen, da gibt es mehr als genügend Reviews, die den Fuji Systemkameras beste Bildqualität bescheinigen.

Nun, mit meinen analogen Mittelformatkameras (nahezu allesamt mit Lichtschacht) habe ich die etwas tieferen Perspektiven sehr zu schätzen gelernt, was für mich auch der Grund war, alle Kameras ohne Klappdisplay komplett zu ignorieren. Mit der X-M kann ich wirklich ähnlich wie mit einer Lichtschachtkamera arbeiten: Display in die Horizontale klappen, Kamera etwa auf Hüfthöhe, Blick von oben aufs Display und dann manuell fokussieren – klappt mit aktiviertem Focus Peaking wirklich ganz gut, vor allem, wenn man das manuelle Fokussieren eh schon gewohnt ist.

Gegenüber meinen Mittelformatkameras ergeben sich sogar noch ein paar wirklich handfeste Vorteile: Das Bild ist nicht spiegelverkehrt und es steht eine sehr gut funktionierende Belichtungsmessung zur Verfügung, so dass man guten Gewissens die Zeitautomatik (auch in Verbindung mit der ISO-Automatik) nutzen kann und lediglich noch Blende und ggf. Belichtungskorrektur einstellt.

Bedingt durch die Arbeitsblendenmessung ergibt sich auf dem Display dementsprechend eine sehr gute Vorschau auf das, was letztendlich als Bild herauskommen wird – sowohl, was Schärfeebene, Tiefenschärfe, als auch Belichtung angeht.

Die Kamera wird für mich dadurch zu einem Werkzeug, das mich bei meiner fotografischen Arbeit wirklich unterstützt und mir dadurch erlaubt, mich voll und ganz auf mein Motiv zu konzentrieren. Ich würde sogar behaupten, dass der Verzicht auf Autofokus-Objektive bei mir dafür sorgt, dass ich sorgfältiger und bewusster fotografiere – ähnlich wie mit meinen Mittelformatkameras eben.

Ich bin mir auch vollkommen bewusst darüber, dass diese Art der Fotografie nicht für alle fotografischen Sujets geeignet ist – für alles, wo schnelle Bewegungen im Spiel sind, würde ich nach wie vor klar eine DSLR mit entsprechend schnelle(re)m Autofokus favorisieren. Aber für MEINE Art der Fotografie – People, Portrait, statische Motive – bin ich kurz davor, meine D7000 samt einiger Objektive zu verkaufen… (schließlich liegt da ja auch noch meine alte, heiss geliebte Fuji S3 und einige Objektive, die ob ihres Zustandes „unverkäuflich“ sind…)

Update 2016-04-16:

… ach ja – hier gibt es auch mal noch ein paar Bilder von einer Lost-Place-Tour mit der Fuji X-M1

 

 

Eddy’s Objektiv-Werkstatt ;-)

Vor einigen Tagen habe ich in der englischen Bucht (http://www.ebay.co.uk) ein altes AF Nikkor 180mm f/2.8 IF-ED zu einem sehr guten Preis geschossen. Die Bilder in der Auktion zeigten zwar ein deutlich deformiertes Filtergewinde und ebenso deutliche Gebrauchsspuren, sowie ein paar Kratzer auf der Frontlinse, aber bei einem Preis von 102 Pfund + 11 Pfund Versand (umgerechnet etwa 130 Euro) war es mir das Risiko schon wert, zumal die Verkäuferin das Objektiv als „fully funktional“ deklarierte…

Heute morgen konnte ich nun endlich das Paket im Paketshop abholen. Die anfängliche Freude wich allerdings erst einmal recht schnell:

  • An den Rändern der Frontlinse ist Glaspilz/Fungus zu sehen (innen)
  • Das Filtergewinde ist doch sehr deutlich deformiert (das sich keine Filter mehr einschrauben lassen, war vorher schon klar)
  • Die ausziehbare Gegenlichtblende ist etwas locker

Damit hatte sich das angenommene „Super-Schnäppchen“ schon einmal zum „zu dem Preis noch OK“ relativiert. Aber es sollte erst einmal noch schlimmer kommen:

Kurzerhand das Objektiv an die Nikon D90 angesetzt, eingeschaltet und das Display zeigte nur „fEE“. Das gleiche an der Fuji S3 Pro. Scheint wohl irgendwas mit der Blendenübertragung nicht zu stimmen. Dann ein kurzer Test an der analogen F70 – dort funktionierte es einwandfrei. WTF??? Dann erinnerte ich mich, daß ja die „kleinen“ Nikons (u.a. auch die D90, aber auch die Fuji S3) keinen Mitnehmer für den Blendenring haben und die Information über maximale/minimale Blende ausschließlich über den eingebauten Chip an die Kamera übertragen wird. Eine kurze Suche im Web lieferte dann auch den entscheidenden Hinweis: Am Blendenring ist normalerweise noch ein Pin, der einen kleinen Schalter am Kamerabajonett betätigt, wenn der Blendenring auf der kleinsten Blende eingerastet ist. Und genau dieser Pin war bei meiner Neuerwerbung abgebrochen.  In diesem Zustand wäre das Objektiv zwar an meinen analogen Nikons oder einer „größeren“ Nikon DSLR zu gebrauchen gewesen, nicht aber an meinen Kameras, mit denen ich zu 95% fotografiere…

Also musste erst einmal eine Mail an die Verkäuferin raus: Fungus nicht in der Artikelbeschreibung erwähnt, aufgrund des abgebrochenen Pins nicht an meinen Kameras zu gebrauchen. Zwei Alternativen – entweder Rücknahme und volle Erstattung Kaufpreis/Versandkosten oder Teilerstattung und das Objektiv verbleibt in meinem Besitz (und ich schaue mal, was ich damit anstelle)…

Die Reaktion der Verkäuferin war recht fix und durchaus positiv: Rückerstattung von 33 Pfund. Somit hat mich das Objektiv „nur noch“ 80 Pfund inkl. Versand, d.h. knapp 92 Euro gekostet. Manch einer hält nun 92 Euro für ein Objektiv in diesem Zustand noch für viel zu teuer, aber mit einer kleinen do-it-yourself-Reparatur des Blendenrings sollte sich aus dem 92 Euro Schrotthaufen wieder ein funktionierendes Objektiv zaubern lassen (OK, das Filtergewinde ist und bleibt kaputt, aber selbst mit leichtem Glaspilz und deutlichen Gebrauchsspuren werden diese Objektive normalerweise deutlich höher gehandelt).

Die Reparatur ging dann auch einigermaßen schnell und einfach vonstatten:

Der Blendenring braucht an der richtigen Stelle einfach einen neuen Pin, was dann letzendlich so aussah:

  • Bajonett vom Objektiv abschrauben
  • Blendenring abziehen
  • Dort, wo der ursprüngliche Pin saß, eine kleine, rechteckige Aussparung von etwa 1,5*3mm feilen
  • Ein kleines Stück Plastik mit etwa 1,5mm Dicke suchen und auf die Maße 4*3*1,5mm zurechtfeilen
  • Das Plastikstück sauber mit Sekundenkleber in die Aussparung am Blendenring einkleben
  • warten bis der Sekundenkleber ausgehärtet war
  • Kleberreste entfernen
  • Blendenring montieren
  • Bajonett aufschrauben
  • testen

Die ersten Testbilder sehen schon einmal vielversprechend aus, demnächst werde ich mal mit dem Objektiv auf Tour gehen 🙂

Das Dilemma geht weiter…

Mittlerweile hat mein gechipptes Nikkor Ai 85mm F/2 (siehe hier) seinen festen Platz in meinem Foto-Rucksack gefunden – an der D90 macht’s richtig Spaß, an der S3 fehlt mir irgendwie die Einstellung für „Schärfepriorität“ (Fokusfalle, Kamera löst bei gedrücktem Auslöser erst aus, wenn das AF-Modul „scharf“ meldet). Oder ich hab sie einfach noch nicht gefunden. Aber egal, darum geht’s hier nicht.

Jedenfalls habe ich „Lust auf mehr“ bekommen, sprich: weitere alte Schätzchen für die Verwendung an meiner S3/D90 zu chippen – und da der der Weitwinkelbereich bei mir irgendwie bislang immer bisschen zu kurz gekommen ist, sollte es ein manuelles 24er werden (OK, an DX ist das noch nicht sehr weitwinklig…). Wieder einmal einen Dandelion-Chip bestellt (dieses Mal in Singapur) und gehofft, daß ich in der Bucht ein einigermaßen erschwingliches, aber dennoch gutes 24er zu einem sehr guten Preis fischen kann. Letztlich ist es ein Vivitar 24mm f/2.8 AiS geworden, da mittlerweile die ganzen Original-Nikons, aber auch die 24er Sigmas zu sehr gehyped werden und dementsprechend (aus meiner persönlichen Sicht) viel zu hoch gehandelt werden. Dummerweise konnte ich in der Zwischenzeit bei einem Nikon Ai 200mm f/4 aus den USA nicht widerstehen – (26 Euro + 15 Euro Versand + 7 Euro Einfuhr-Umsatzsteuer = 48 Euro!), d.h. ich habe jetzt zwei 2 Objektive hier, die ich chippen könnte/möchte, aber momentan nur einen Chip…

 

Update 2013-03-04

Das Bessere ist des Guten Feind – da ich in den nächsten Tagen ein konkurrenzlos günstig geschossenes Nikkor AF 180mm f/2.8 bekomme ist es fraglich, ob ich das Nikkor Ai 200mm f/4.0 überhaupt behalte. Dementsprechend habe ich nun erst einmal das Vivitar Ai 24mm f/2.8 gechipt.

 

Das Dilemma…

Januar 21, 2013 1 Kommentar

Vor geraumer Zeit hatte ich mir mal ein manuelles Nikkor Ai 85mm f/2 zugelegt, bisher aber außer für ein paar Testaufnahmen nie wirklich genutzt. Das hatte vor allem zwei Gründe: manuelles Fokussieren mit der Fuji S3Pro kann speziell bei etwas weiter entfernten Objekten und weit offener Blende ziemlich schwierig sein (mit der D90 etwas einfacher) und – was für mich noch gravierender ist/war – weder die S3, noch die D90 unterstützen die Belichtungsmessung mit Ai/Ais-Objektiven.
Abhilfe kann hier ein „Dandelion“-Chip (auch als AF-Confirm-Chip zu finden) schaffen, mit dem ein manuelles Objektiv dann ähnlich wie ein AF-G-objektiv (AF-Objektive von Nikon ohne Blendenring) gehandhabt werden kann – bis auf den Autofokus natürlich. D.h. Die Blende wird dann nicht mehr direkt am (manuellen) Objektiv, sondern über den Kamera-Body eingestellt, die Offenblend-Belichtungsmessung funktioniert ebenfalls, damit sind dann sämtliche Automatik-Modi (P, A, S und Motivautomatiken) nutzbar. Schöne Sache. Also habe ich mir doch glatt mal zwei solcher Chips bestellt, um damit mein 85/2 „aufzurüsten“. Auf einer Webseite, die sich mit dieser Modifikation befasst war das Objektiv als „ohne mechanische Modifikation“ gelistet, was eigentlich bedeuten sollte, daß man den Chip nur an der richtigen Stelle unter Zuhilfenahme der mitgelieferten Lehre aufkleben und danach programmieren muss. OK, den Chip wie beschrieben sorgfältig aufgeklebt, den Sekundenkleber aushärten lassen und dann der erste Versuch, das Objektiv an eine meiner Kameras anzusetzen.
Es stellte sich doch glatt heraus, daß bei meinem Objektiv halt doch eine mechanische Modifikation des Bajonetts erforderlich gewesen wäre, denn der Chip war beim Ansetzen (besser: beim Versuch des Ansetzens) schlicht ein paar Zehntel im Weg (zu weit außen)…
Dummerweise hatte ich den Chip zu gut angeklebt, sodass er sich nicht zerstörungsfrei wieder vom Bajonett ablösen ließ.
Aber ich hatte ja glücklicherweise zwei Chips bestellt ;-). Für den zweiten Versuch markierte ich die entsprechende Stelle am Bajonett, nahm den Bajonettring ab und feilte mit einer kleinen Feile einen Teil ab, sodaß ich den Chip nun weiter nach innen setzen konnte. Nach dieser Prozedur wurde nun der zweite Chip angeklebt und fortan ließ sich das Objektiv wieder an meine Kameras ansetzen. Als nächstes sollte dann die Programmierung des Chips folgen, was leider auch wieder fehlschlug, da ich gar nicht in den Programmiermodus kam. Es stellte sich jetzt heraus, daß ich meine Markierung um einen knappen Millimeter falsch gesetzt hatte, sodaß die Kontakte letztendlich nicht an der richtigen Stelle, sondern leicht versetzt saßen. Nach diesem erneuten Frust legte ich das Objektiv erst einmal wieder zur Seite, schließlich hatte ich keine Lust, den zweiten Chip auch noch zu zerstören. Glücklicherweise erinnerte ich mich dann daran, daß sich Sekundenkleber mit Aceton lösen läßt und daß Aceton in ausreichender Konzentration auch in vielen Nagellackentfernern enthalten ist…
Also ging es los, die Klebestelle mittels Wattestäbchen und Nagellackentferner aufzuweichen und dann den Chip wieder zu entfernen. Danach musste ich noch ein wenig am Bajonett nachfeilen, bevor ich den Chip wieder aufkleben konnte – dieses Mal selbstverständlich an der richtigen Stelle! Und siehe da: Jetzt ließ sich der Chip auch endlich auf die richtige Anfangs-/Endblende, sowie die Brennweite programmieren. Den ersten Test meisterte dieses gepimpte Objektiv sowohl an der S3, als auch an der D90 mit Bravour.
Doch nun zum Dilemma – nein, der „Totalverlust“ des ersten Chips ist nicht gemeint:
Da ich mir vorgenommen habe, auch mal wieder manuell zu fotografieren, besorgte ich mir für knapp 30 Euro eine alte Nikon F90x, außerdem ist ein Nikkor Ai 200mm f/4 auf dem Weg zu mir. Dummerweise konnte ich das ungechippte 85/2 ohne Probleme an der F90x nutzen, nicht aber mit dem Chip – den entsprechenden Hinweis, daß die Dandelion-Chips nicht kompatibel mit der F90x sind, fand ich denn auch prompt im Kleingedruckten. Schade, denn ich hatte mich schon darauf gefreut, mit der F90x UND dem 85/2 zu fotografieren, zumal der Sucher der F90x gegenüber der D90 und erst recht der S3 geradezu riesig ist…
So muss ich mich nun halt auch beim 200/4 und weiteren manuellen Objektiven, die ich mir eventuell noch beschaffe, immer auch überlegen, ob ich sie nun an der alten analogen F90x oder den beiden digitalen SLRs nutzen möchte. Oder ich habe immer einen kleinen Tesastreifen dabei, um die Kontakte an der F90x vor dem Ansetzen der gechippten Objektive abzukleben…

Die Quadratur des Kreises

Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon über meinen derzeit laufenden Systemwechsel geschrieben. Ein Teil meiner Pentax-Ausrüstung ist mittlerweile verkauft, aber bislang habe ich leider noch keinen adäquaten Ersatz.

OK, ich möchte ja künftig etwas weniger ausrüstungsfixiert fotografieren, aber dazu fehlt mir einfach noch ein Objektiv

  • mit einer Brennweite irgendwo zwischen 70 und 105mm
  • einer wirklich nutzbaren Blende 2.8 (hinreichende Schärfe im Zentrum und vor allem Freistellungspotenzial)
  • schönem Bokeh
  • zu einem sehr günstigen Preis, möglichst weit unter 200 Euro
  • Autofokus wäre zwar schön, ist aber kein Muss

Jaja, ich weiß, daß dies vor allem in Anbetracht meines doch eher bescheiden veranschlagten Budgets wie die Quadratur des Kreises erscheint, aber ich bin ja auch durchaus bereit, Kompromisse einzugehen. Gehen wir doch einfach mal die ganzen, halbwegs realistischen Alternativen durch:

  • AF(-D) Nikkor 85/1.8 : aus technischer Sicht mein Wunschkandidat, allerdings nur mit ganz viel Glück für etwa 200 Euro zu bekommen, meist eher für 230-300 Euro
  • Nikon AI/AI-S 85/2: hat einen sehr guten Ruf, ist aber preislich auch nicht so weit unter dem AF 85/1.8 angesiedelt. Wenn schon manuell, dann sollte es doch wenigstens unter 150 Euro liegen
  • Nikon Series E 100mm/F2.8: Soll wohl auch sehr gut und auch bei Offenblende scharf sein, preislich sehr interessant (80-130 Euro), nur halt von der Brennweite für mich schon ziemlich an der Obergrenze
  • Nikon AF(-D) 35-70mm/2.8: Portrait-Allrounder, der angeblich auch schon für deutlich unter 200 Euro gehandelt wird (ich habe es bisher nur für über 200 Euro gesehen). Es gibt bei älteren Exemplaren wohl hin und wieder Probleme mit trüben Linsen. Wenn ich ein „klares“ für unter 180 Euro bekommen würde, würde ich wahrscheinlich zuschlagen  
  • Sigma AF 90mm/F2.8 Macro: Älteres Makro mit gutem Ruf, technisch eigentlich auch ideal, nur leider sehr schwer zu finden (ein Exemplar ist mir in der Bucht vor der Nase weggeschnappt worden)
  • Tamron SP AF 90mm/F2.5: Wie das Sigma, wird tendenziell aber noch etwas höher gehandelt
  • Tamron SP AF 90mm/F2.8: technisch wär’s auf alle Fälle ein Kandidat, ist aber leider kaum unter 220 Euro zu bekommen
  • Tokina AT-X 100mm/F2.8 (älteres Modell, 1:2 Makro): von der Brennweite her an der Obergrenze, ansonsten wär’s perfekt, wenn’s nicht so selten und teilweise überteuert wäre.
  • Sigma AF-D 28-70mm/F2.8: Es gibt anscheinend gute (scharf bei Offenblende) Exemplare, ist aber anscheinend ne ziemliche Glückssache, so eins zu finden. Kurzum: nur dann interessant, wenn ich ein nachweislich „gutes“ Exemplar zu einem Preis unter 130 Euro finde
  • Sigma EX 28-70mm/F2.8: Hier gilt wohl das gleiche wie beim AF-D 28-70: Es gibt gute und weniger gute – d.h. Glückssache. Preis max. etwa 150 Euro
  • Tokina AT-X 28-70mm/F2.8: Das ältere mit der Angenieux-Rechnung (F2.6-2.8)  ist wohl „legendär“, aber auch überteuert. Die neuere Version scheint mit den Sigmas vergleichbar zu sein, mehr als 150 Euro würde ich aber auch für ein „gutes“ Exemplar nicht ausgeben
  • Tamron SP AF 28-75mm/F2.8: Knapp über meinem Budget, aber ansonsten mit nem sehr guten Ruf. Sollte ich ein gutes Exemplar unter 200 Euro finden, wär’s jedenfalls in der engeren Auswahl.

Kurzum, ich werde jetzt erst einmal meine Augen nach den o.g. Objektiven offenhalten und den Markt beobachten. Sollte ich dabei tatsächlich über ein wirkliches Schnäppchen stolpern, schlage ich zu, ansonsten werde ich halt noch bisschen sparen und mir irgendwann ein AF-D 85/1.8 holen.

2011-05-24: And the Winner is: Sigma AF 90mm/2.8 Macro, über’s DSLR-Forum. Bin mal gespannt, ob’s für meine Zwecke (hauptsächlich Portrait) taugt…

Ratzfatz.

Zuletzt war ich ja ziemlich hin- und hergerissen zwischen meinen beiden derzeitigen Kamerasystemen. Schließlich habe ich mich nun doch dazu entschlossen, zumindest im People- und Portraitbereich nicht mehr zweigleisig zu fahren und dort komplett auf Fuji/Nikon umzusteigen.

Dementsprechend habe ich dann auch begonnen, ein paar meiner Objektive für Pentax über’s DSLR-Forum zu verkaufen:

  • War das 85er Samyang noch eine halbwegs leichte Entscheidung, da ich beim manuellen Fokussieren mit dem Ding doch auch öfters danebenlag, so habe ich mich beim nächsten Kandidaten, dem 105er Sigma Makro samt Makroblitz doch etwas schwerer getan.
  • Und heute morgen habe ich dann auch schon einen der schwersten Schritte getan und mein wirklich heißgeliebtes SMC-F 50/1,7 feilgeboten.
  • In den nächsten Tagen sind dann wahrscheinlich noch das Sigma APO 70-300mm, das Pentax F35-80, das Exakta 24mm/2,8, das AutoRevuenon 135/2,8 und das DAL 18-55mm „fällig“

Jedenfalls werde ich die K10d zusammen mit dem FA28-70/4 und dem Sigma 55-200mm vorerst noch behalten – vor allem für Touren in den Zoo oder wenn ich nur „relativ kleines Gepäck“ mitnehmen möchte.

Gleichzeitig werde ich natürlich auch Ausschau nach etwas Fuji/Nikon-Equipment halten – ich habe ja Zeit und immernoch zwei Kameras, mit denen ich momentan arbeiten kann (auch wenn mir noch die Wunschobjektive fehlen):

  • eine Fuji S3 Pro als Hauptkamera, eine S5 Pro wäre zwar neuer und moderner, aber auch teurer.
  • eine längere Portrait-Brennweite, entweder das AF(-D) Nikkor 85mm/1.8 oder ein Tamron SP 90mm/2.8 oder ein Sigma AF 90mm/2.8 Macro
  • eine kürzere Festbrennweite, entweder ein AF Nikkor 28mm/2.8 oder ein AF Nikkor 35mm/2.0

Ob ich die S2 Pro noch behalten werde, wenn ich dann irgendwann eine S3 Pro habe, weiß ich noch nicht – zumal ich für die „Oma“ sowieso kaum noch etwas bekommen würde (und zum Verramschen/Verschenken ist sie zu schade!).

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